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Karmel Mayerling
Mayerling 3, A-2534 Alland

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Fax: +43-2258-2275-75,
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Für Gruppen ist außerhalb dieser Öffnungszeiten die Besichtigung nach vorheriger Anmeldung möglich.

Erziehung -

Hohe Erwartungen

Als Elisabeth am 21. August 1858 im Schloss Laxenburg einen Thronfolger zur Welt bringt, ist der Jubel groß. Dabei ist erst kurz zuvor ihre Tochter Sophie gestorben – am 29. Mai 1857 in den Armen der Kaiserin. Ein Schlüsselerlebnis, wie Historiker heute wissen. Nach dem Tod der kleinen Sophie ist nichts mehr so, wie es vorher war. Die Beziehung der Kaiserin zu ihren Kindern wird schwierig, zu Rudolf ganz besonders; denn in den Thronfolger und Kronprinzen werden allzu große Hoffnungen und Erwartungen gesetzt.

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Erziehung -

Hohe Erwartungen

Wie Rudolf von Habsburg, der Begründer des Kaiserhauses, soll auch der Kronprinz „Rudolf“ heißen. Freifrau von Welden übernimmt in den ersten fünf Lebensjahren Rudolfs Erziehung. Dann kommt es zum folgenschweren Wandel im Leben des Thronfolgers: Die bislang von Frauen geführte Kindskammer wird aufgelöst, Graf Gondrecourt – ein Mann des Militärs, der von Kinderbetreuung nichts versteht – übernimmt von nun an seine Erziehung.

Die Gesundheit Rudolfs ist den rauen Erziehungsmethoden Gondrecourts nicht gewachsen. Immer öfter ist er krank, oft auch so schwer, dass er wochenlang das Bett nicht verlassen kann. Seine Mutter Elisabeth überträgt deshalb, zum Schutz des Sohnes, die weitere Ausbildung dem liberal gesinnten Graf Josef Latour von Thurm-

burg. Dieser fördert Rudolfs geistige Entwicklung, der Kronprinz erhält intellektuell gebildete, bürgerliche Lehrer. Rudolf besitzt einen wachen Verstand und wird zu einem scharfen Beobachter. Nicht nur im Bereich der Naturwissenschaften, sondern auch auf dem Gebiet der politischen Ökonomie zeigt er besondere Begabung. Rasch wird sein selbständiges, kritisches Denken dem konservativen Wiener Hof allerdings suspekt. Mit 19 Jahren beginnt für Rudolf das Leben der leichten Genüsse: Unterstützt wird er bei seinen amourösen Abenteuern von seinem Obersthofmeister Charles Bombelles.

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Erziehung -

Hohe Erwartungen

1877, im Alter von 19 Jahren, endet Rudolfs Studienzeit – Sissi fühlt sich damit für die Erziehung ihres Sohnes nicht mehr verantwortlich, sie versucht keinen Einfluss mehr auf dessen Umgebung und soziales Umfeld zu nehmen. Die Gegner seiner liberalen Erziehung haben damit freie Bahn, wieder wird Rudolf in Richtung Militär gedrängt. Der unumstößliche Wille des Kaisers ist es, aus ihm einen Soldaten zu machen. Keine Rede ist mehr von einem Studium, das der wissbegierige Kronprinz so gerne begonnen hätte.Der Hof bietet Rudolf das Kontrastprogramm zur militärischen Strenge: Nicht mit lehrreichen Büchern verbringt er jetzt seine Zeit, sondern mit Jagden – wilden Tieren wird ebenso nachgestellt wie der holden Weiblichkeit.

Schriftstellerische Tätigkeit -

Kompensation und Kritik

Rudolf weiß um seine Außenseiterrolle. Er respektiert zwar die Autorität des Kaisers und versucht auch, den Wünschen seines Vaters gerecht zu werden; dennoch widerspricht er der offiziellen Politik des Kaiserhauses zu oft, er wird von den Regierungsgeschäften ferngehalten. Mit der Bemerkung „der Rudolf plauscht wieder“ zieht der Vater Rudolfs Ambitionen und Wünsche ins Lächerliche. Der Thronfolger findet Zuflucht in der schriftstellerischen Anonymität: In zahlreichen Artikeln versucht er, unter einem Pseudonym seine politischen Gedanken zu verbreiten. Doch die erwünschte Wirkung bleibt aus. – Am Hof kennt man den Urheber der Artikel und dessen wahre Identität, so dass Rudolf nur noch mehr ins Abseits gerät. Resignation und Gleichgültigkeit prägen sein letztes Lebensjahr, immer häufiger spielt er mit dem Gedanken an den Tod. An seinem 30. Geburtstag
schreibt er: „Viel Zeit ist vorüber, mehr oder weniger nützlich verbracht, doch leer an wahren Taten und Erfolgen…“

Ein trauriges Resümee.

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Seine Hochzeit -

Eine Vernunftehe

Am Ende seiner Studienzeit ist der 19-jährige Rudolf mit seinem eleganten Erscheinungsbild ein begehrter Junggeselle und ein gefragter Kavalier. Der Hof drängt darauf, den jungen Thronfolger so rasch wie möglich gewinnbringend zu verheiraten. Eine standesgemäße Partie muss es sein, die Ehe soll dem Habsburgerreich Macht und Einfluss bescheren. Rudolf ist von der Vorstellung an eine Hochzeit nicht begeistert, schließlich beugt er sich aber doch den Forderungen des Kaisers. Es ist die Aufgabe der Botschafter an den verschiedenen Herrscherhöfen, nach geeigneten Kandidatinnen Ausschau zu halten. Die Auswahl ist beschränkt, schließlich soll die Braut aus einem mächtigen katholischen Herrscherhaus stammen. Dem Thronfolger wird gestattet, selbst auf Brautschau zu gehen. Im März 1880 reist er zu der erst 16-jährigen Prinzessin Stephanie nach Brüssel. Drei Tage nach ihrer Begegnung feiern die beiden ihre Verlobung, ein Jahr später, 1881, heiraten sie.

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Biografischer Überblick -

Rudolfs Leben

1853

Nach den beiden Mädchen (der früh verstorbenen Sophie und Gisela) wird am 21. August in Schloss Laxenburg der ersehnte Thronfolger geboren - als drittes und vorletztes Kind von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth (Sissi).

1862

Beginn eines regelmäßigen Unterrichts.

1864

Rudolf erhält seinen eigenen Hofstaat. Sein Erzieher wird General Leopold Graf Gondrecourt. Die Erziehungsmethoden sind rau und wenig zimperlich.

1865

Auf Intervention von Kaiserin Elisabeth wird der Lehrer gewechselt. Der liberale Graf Latour von Thurmburg beginnt, Rudolfs wissenschaftliche Neigungen zu fördern. Es zeichnet sich sehr früh eine glanzvolle Karriere ab.

1867

Von Kindheit an, nimmt ihn der Vater mit auf die Jagd. In Bad Ischl erlegt er seinen ersten Hirsch.

1870

Der Kronprinz interessiert sich zunehmend für die Vogelkunde und verfasst seine erste Schrift unter dem Titel „Adlerjagden“.

1873

Rudolfs Schwester Gisela heiratet Prinz Leopold von Bayern. Im gleichen Jahr lernt der Kronprinz anlässlich der Eröffnung der Wiener Weltausstellung den Zoologen Alfred Brehm kennen.

1877

Rudolfs Studienzeit endet. Der Kaiser verbietet seinem Sohn das ersehnte naturwissenschaftliche Weiterstudium und drängt Rudolf in eine militärische Laufbahn. Als Obersthofmeister wird ihm nun der Lebemann Karl (Charles) Bombelles zur Seite gestellt, der ihn in die Welt der berauschenden Vergnügungen einführt und mitschuldig wird an den späteren Affären des Kronprinzen.

1878

Rudolf veröffentlicht drei Aufsätze in Alfred Brehms „Thierleben“. Es folgen ornithologische Forschungsreisen in die südungarischen Donauauen und anschließend die Publikation „Fünfzehn Tage auf der Donau“.

1879

Forschungsreise nach Spanien und Portugal.

1880

Reise nach Brüssel zur vorgesehenen Braut, Prinzessin Stephanie von Belgien, anschließend feierliche Verlobung.

1881

Forschungsreise nach Ägypten und Palästina. Seine Erlebnisse schildert er in dem Buch „Eine Orientreise“. Am 10. Mai findet die Trauung mit Stephanie von Belgien in der Augustinerkirche in Wien statt, anschließend übersiedelt das Paar nach Prag. Hier macht Rudolf Bekanntschaft mit Moritz Szeps, dem jüdischen Herausgeber des „Neuen Wiener Tagblattes“.

1883

Rudolf veröffentlicht anonym politisch motivierte Artikel im „Neuen Wiener Tagblatt“. Am 2. September wird in Laxenburg seine Tochter Elisabeth („Erszi“) geboren.

1884

Repräsentationsreisen in die Türkei, nach Serbien, Bulgarien und Rumänien. In Anerkennung seiner umfangreichen Schrift über die Donaumonarchie wird Rudolf die Ehrendoktorwürde der Universität Wien verliehen.

1885

Weitere Orientreisen. Fertigstellung der ersten Ausgabe seiner Enzyklopädie „Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild“.

1886

Schwere Ehekrise. Rudolf erkrankt an Gonorrhö und infiziert damit auch Stephanie, die dadurch unfruchtbar wird. Der Kronprinz begegnet erstmals seiner späteren Geliebten, der 23-jährigen Grazerin Mizzi Kaspar. In Mayerling erwirbt Rudolf einen Gutshof und lässt ihn zum Jagdschloss umbauen.

1887

Das Jagdschloss wird fertig gestellt. Rudolfs Gesundheitszustand verschlechtert sich zusehends.

1888

Anonyme Veröffentlichung seiner letzten politischen Schrift als offener Brief an Kaiser Franz Joseph. Ernennung zum Generalinspektor der Infanterie. Im Sommer meldet Mizzi Kaspar Rudolfs Suizidabsichten der Polizei. Im Herbst lernt er Baronesse Mary Vetsera kennen, die ihn sehr verehrt.

1889

Am 28. Jänner reist Rudolf mit Mary Vetsera nach Mayerling. In den Morgenstunden des 30. Jänner werden beide tot in Rudolfs Schlafzimmer aufgefunden. Am 5. Februar wird der Kronprinz in der Kapuzinergruft in Wien feierlich bestattet.

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